Maschinelle Übersetzungen - Ersatz oder Ergänzung des Menschen?

Prozessautomatisierung, Kosteneinsparungen, Zeitgewinn - die Digitalisierung bringt Unternehmen viele Vorteile. Der Nutzen technologischer Lösungen ist in den meisten Bereichen unbestritten. Aber wie sieht es bei Übersetzungen aus? Können Übersetzungsmaschinen das menschliche Know-how restlos ersetzen oder ist ein hybrider Ansatz die wahre Innovation? So zahlreiche Chancen Übersetzungstools bieten, so schnell stoßen sie auch an ihre Grenzen. Werden sie allerdings überlegt eingesetzt, können sich Unternehmen einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung sichern.

Was Übersetzungsmaschinen heute können - und was nicht

In erster Linie gewährleisten Übersetzungstools die schnelle, kostensparende Übersetzung von Texten in die Zielsprache. Besonders gut geeignet sind sie für interne Dokumente, bei denen lediglich der Sinn erfasst werden muss, oder für weniger komplexe Kurztexte wie zum Beispiel E-Mails oder Social-Media-Postings. Diese müssen nicht perfekt sein. Handelt es sich allerdings um anspruchsvollere Texte wie Produktbroschüren oder Geschäftsberichte, die auch nach außen kommuniziert werden, stoßen Maschinen schnell an ihre Grenzen: Bei komplexen Satzstrukturen oder Fachtermini können sich Fehler einschleichen, unter denen die Qualität leidet.

Die Veröffentlichung schlecht übersetzter Texte kann der Außenwahrnehmung eines Unternehmens erheblichen Schaden zufügen. Um das zu verhindern, werden im Idealfall menschliche Fachübersetzer zur Qualitätssicherung herangezogen. Sie bringen ihr muttersprachliches Know-how ein und berücksichtigen regionale Feinheiten. Mit der Einführung maschineller Übersetzungstools hat sich ihr Aufgabenbereich weg vom reinen Übersetzen hin zu Post-Editing verschoben. Für ein besonders hohes sprachliches Niveau sollte am Ende zusätzlich ein Lektorat erfolgen, um stilistische Unebenheiten auszugleichen. Bis dato ist keine Maschine dazu imstande, diese Leistung zufriedenstellend zu erbringen.

Unternehmen müssen clever handeln

Ein harter Übergang vom menschlichen Übersetzer zur Maschine ist wenig zielführend, denn der Mensch ist nicht vollkommen ersetzbar. Prozesse werden verschlankt, aber Textqualität und Renommee des Unternehmens können leiden. Erst wenn Maschinen in den Übersetzungsprozess integriert werden, anstatt ihn vollkommen zu übernehmen, sind sie ein wirksames Mittel für mehr Unternehmenserfolg. Ein professioneller Sprachdienstleister kann am besten einschätzen, welcher Umfang an Post-Editing notwendig und effizient ist, um einem Text zur angemessenen Qualität zu verhelfen.

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