Terminologie-Management und wofür man es braucht

In unserem Beitrag vom 1. Dezember 2016 haben wir über Translation Memory Systeme berichtet. Das heutige Thema ist daran angelehnt: Wir erläutern was Terminologie-Management ist, wie es funktioniert und warum der Einsatz von Vorteil sein kann.

WAS?

Unter Terminologie versteht man die Gesamtheit aller Termini (Fachausdrücke) eines Fachgebiets. Viele Unternehmen nutzen unternehmensspezifische Termini, und haben eine eigene Unternehmensterminologie. Das ist im Grunde gut, denn auch Kunden assoziieren das Unternehmen mit diesen Begriffen und der Wiedererkennungswert wird erhöht. Man denke an Werbeslogans, Melodien, Farben, und ähnliches. Jedem fällt spontan etwas ein, das mit einem bestimmten Unternehmen verbunden wird.

Terminologie Management ist aber nicht nur dazu geeignet sich extern zu vermarkten, es dient auch der internen Kommunikation. Der aktive Wortschatz eines Medizinstudenten beispielsweise wird auf circa 6000 – 8000 Fachausdrücke geschätzt. Mit der Katalogisierung von Fachausdrücken wird ein Wissensreservoir zur Verfügung gestellt, auf das schnell zugegriffen werden kann. Mehrdeutigkeiten können aufgedeckt werden und alles wird verständlicher, durch die Ermittlung von Synonymen. Neue Mitarbeiter können somit schneller eingearbeitet werden.

Im Umkehrschluss kann die Nutzung einer inadäquaten Terminologie zu Missverständnissen führen. Imageverlust und negative wirtschaftliche Auswirkungen sind drohende Konsequenzen. Deshalb sollten bei Übersetzungen die Leistungen eines fachlichen Übersetzungsdienstleisters wie 24translate in Anspruch genommen werden. Um den Marktwert des Unternehmens stabil zu halten oder gar zu steigern, ist eine konsistente Sprache von Bedeutung. Bei der Übersetzung müssen Wortlängen, Zahlen, Ziffern, sowie interkulturelle Unterschiede berücksichtigt werden. Die Archivierung und Wiederverwendung der Termini machen Terminologie-Management zu einem wesentlichen Bestandteil effizienter Übersetzung.

WIE?

Zur Erinnerung: Translation Memory Systeme (TM) übersetzen ganze Phrasen oder Sätze. Satzsegmente werden in Sprachpaaren abgespeichert.

Im Terminologie-Management hingegen wird eine Liste einzelner fachspezifischer Wörter erstellt –  ein Glossar.

Die Terminologie wird hier katalogisiert, gespeichert und wieder verwendet. Nach konkreten Regeln wird eine Liste mit unternehmensspezifischen Wörtern erstellt. Auch Erklärungen können hinzugefügt werden.

Aus einsprachigen Glossaren kann die geeignete Vokabel gewählt werden. Die Transferleistung erbringen dann die mehrsprachigen Glossare. Übersetzer können Glossare fach-, kunden-, oder projektspezifisch anordnen.

Vergessen Sie nicht, dass diese Tools den Übersetzern nicht die Arbeit abnehmen. Ein Hammer schlägt den Nagel ja auch nicht alleine in die Wand. Jedes Wort wird durch den Übersetzer gewählt.: Der Mensch trifft die anfängliche und die endgültige Entscheidung. Die Tools unterstützen den Übersetzer dabei lediglich.

WARUM?

Die Kombination aus Translation Memory Systemen und Terminologie-Management erweist sich als gute Strategie. Gepaart beschleunigen sie den Abschluss eines Übersetzungsprojekts,der Arbeitsaufwand sinkt und damit auch die Kosten für eine Übersetzung. Doch nicht nur aus ökonomischer Perspektive ist die Verwendung dieser beiden Tools sinnvoll: Auch die Qualität einer Übersetzung steigt signifikant an. So gewinnen Übersetzungen dank der Verwendung eines Glossars an Genauigkeit und Einheitlichkeit. Dies führt nicht zuletzt, gerade bei Marketing- bzw. Werbetexten – auch zu einem insgesamt stimmigeren Außenbild eines Unternehmens.

 

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