Mehrsprachigkeit in Typo3

Mit einer einzigen Sprache kommt heutzutage kaum eine Website mehr aus und Content Management Systeme (CMS) können den Übersetzungsprozess deutlich erleichtern.

Eines der populärsten und umfangreichsten CMS ist Typo3. Dieser „CMS-Riese“ bietet mehrere Möglichkeiten an, Mehrsprachigkeit umzusetzen, die wir im Folgenden kurz erläutern wollen: Das manuelle Einpflegen (Copy+Paste), die Teilautomatisierung und die Vollautomatisierung.

  1. Manuelles Einpflegen: Natürlich können auch übersetzte Inhalte manuell eingepflegt werden, indem sie aus Word oder anderen Textdateien kopiert oder anderweitig per Copy+Paste ins CMS eingefügt werden. Diese Variante eignet sich jedoch nur für kleine, statische Websites, die einmalig in eine andere Sprache übertragen werden sollen. Wer Inhalte aus einer Textdatei kopiert, um sie manuell ins CMS einzupflegen, läuft auch bei größter Sorgfalt leicht Gefahr, einzelne Passagen zu überschreiben, zu vergessen u.a. Zudem macht es die Containerstruktur von Typo3 fast unmöglich, die Texte inklusive aller Formatierungen per Copy+Paste so zu übertragen, dass sie dem Ausgangsdokument entsprechen.
  2. Teilautomatisierung: Der Localization Manager ist eine Erweiterung in Typo3, der den Import und Export von Texten bzw. übersetzter Inhalte erleichtert. Mit Hilfe dieses tools kann der Kunde seinem Übersetzungsdienstleiter die zu übersetzenden Texte als xml-Datei zur Verfügung stellen und die fertigen Übersetzungen auf gleichem Wege wieder ins CMS importieren. Die Vorteile hierbei liegen auf der Hand: Da auf manuelles Copy+Paste verzichtet werden kann, wird die Fehlerquote minimiert und das Einpflegen übersetzter Inhalte wird im Vergleich zur manuellen Variante deutlich beschleunigt und vereinfacht. Allerdings bleibt auch mit dieser Variante ein manueller Restaufwand; v.a. bei regelmäßigen Inhaltsänderungen und/oder einer größeren Anzahl vorhandener Sprachversionen (und damit einer gr0ßen Anzahl zu importierender Dateien) entsteht auch hier ein nicht zu unterschätzender manueller Aufwand. In diesem Fall empfiehlt sich die dritte Möglichkeit einer vollautomatischen Lösung.
  3. Vollautomatisierung: Diese hochtechnisierte Variante ist ideal für große Webseiten mit hoher Dynamik. Wer im ersten Schritt viel zu übersetzen hat, unter Zeitdruck steht und/oder regelmäßig neue Inhalte/Änderungen einpflegen muss, sollte seinen Übersetzungsworkflow automatisieren. Um dies zu erreichen wird das CMS des Kunden mit einem Plug-In ausgestattet. Dieses Plugin verbindet die Website (bzw ihren nicht-öffentlichen Teil, das sogenannte backend für die Verwaltung einer Seite) mit dem System (TMS) eines Übersetzungsdienstleisters. Sollen nun (neue) Inhalte übersetzt werden, können diese direkt aus dem CMS per Mausclick zur Übersetzungsagentur verschickt werden. Und auch der Rücklauf erfolgt ganz bequem: alle Übersetzungen werden, bereits formatiert, zurück in das CMS gespielt und müssen nur noch vom Kunden mit einem weiteren Click bestätigt bzw. veröffentlicht werden. Es kommt an keiner Stelle zum Medienbruch, Fehler bei der Übertragung der Texte sind daher praktisch ausgeschlossen. Dennoch behält der Kunde auch bei dieser Variante jederzeit die Übersicht und die Kontrolle über das, was übersetzt werden soll und zu welchen Konditionen.

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