Maschinelle Übersetzungen im Unternehmen: Zielführend oder überambitioniert?

In wenigen Klicks zur automatisierten Übersetzung - das versprechen heutzutage Übersetzungsprogramme wie Google Translate, Bing oder DeepL. Im Privatgebrauch ist der Nutzen dieser Technologien unbestritten, aber wie sieht es im Business-Umfeld aus? Stehen Aufwand, Kosten und Wirkung in einem gewinnbringenden Verhältnis? Oder führt der Einsatz maschineller Übersetzungen im Unternehmen gar zu einer schlechteren Textqualität?

Auch Details bezüglich des Datenschutzes oder der Integration der Technologien in individuelle Workflows sind zu klären. Frei zugängliche Übersetzungstools basieren in der Regel auf Cloud-Systemen. Die Daten werden beim Betreiber des Angebots abgelegt und häufig zur automatisierten Weiterentwicklung der Technologien verwendet - für sensible Unternehmensdaten also riskant. Zudem ist das Datenvolumen bei vielen Maschinen limitiert und stößt bei größeren Textmengen schnell an seine Grenzen. Führen maschinelle Übersetzungen also zum Ziel oder sind sie für den unternehmerischen Zweck ungeeignet?

Große Vorteile, aber auch klare Grenzen

Die größten Vorteile maschineller Übersetzungstechnologien sind Einsparungen in Bezug auf Zeit und Kosten. In Sekundenschnelle liegt ohne eigene Sprachkenntnisse eine Übersetzung in der Zielsprache vor. Daraus lässt sich allerdings gleichzeitig auch die größte Herausforderung ableiten: Wie kann eine gute Übersetzungsqualität sichergestellt werden? Ohne Kenntnisse der jeweiligen Fremdsprache ist die Beurteilung des Zieltextes nahezu unmöglich, was vor allem bei anspruchsvollen Texten zu mangelnder Qualität führen kann.

Manche Sprachkombinationen erschweren die Übersetzung noch. Arbeiten die Tools bei verwandten Sprachen und einfachen Textvorlagen weitgehend fehlerfrei, kann das bei syntaktisch sehr unterschiedlichen Sprachen schon ganz anders aussehen - Chinesisch beispielsweise weist eine ganz andere Struktur auf als europäische Sprachen wie Spanisch.  Die Übersetzungsergebnisse solcher Kombinationen fallen qualitativ meist schlechter aus.

Für interne Dokumente reicht eine rein maschinelle Übersetzung dennoch oft aus. Aber sobald Texte nach außen kommuniziert werden sollen, benötigen sie Feinschliff, um korrekt übersetzt und positiv wahrgenommen zu werden. Das gilt besonders für komplexe Satzgebilde und Fachtermini. Hinzu kommen landestypische Eigenheiten, auf die eine Maschine nicht eingehen kann. Nur ein muttersprachlicher Fachübersetzer ist in der Lage, Feinheiten zu erkennen und korrekt zu übersetzen, damit es nicht zu unbeabsichtigten Fauxpas kommt. Hier gilt es, genau abzuwägen, in welchem Maß der Einsatz von menschlichem Know-how zur Qualitätssicherung gewinnbringend ist.

Mensch und Maschine in Balance

Die Lösung liegt, wie so oft, in der Mitte. Maschinelle Übersetzungen punkten vor allem mit ihren enormen Zeit- und Kosteneinsparungen. Allerdings kann sich das Blatt schnell wenden, wenn die Nutzung zulasten der Qualität geht. Mit dem Hinzuziehen eines menschlichen Fachübersetzers lässt sich das angemessene Qualitätsniveau einer Übersetzung gewährleisten, aber im falschen Verhältnis übersteigt der Aufwand den Nutzen. Um das zu verhindern, helfen externe Dienstleister dabei, die optimale Balance zwischen Mensch und Maschine zu finden. Unternehmen, die ihre Übersetzungsprozesse an Experten auslagern, profitieren vom Besten aus beiden Welten und bauen ihren Vorsprung am Markt aus.

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