Posts by jkloppe:

    WordPress-Seiten mehrsprachig erstellen

    November 22nd, 2016

    Ähnlich wie für Typo3 gibt es auch für WordPress unterschiedliche Wege, mehrsprachige Websites umzusetzen. Grundsätzlich muss WordPress jedoch in jedem Fall zuerst mittels eines Plugins die Fähigkeit zur mehrsprachigen Ausgabe der Seiteninhalte erlangen.

    Die verschiedenen Plugins

    Der Vollständigkeit halber wollen wir an dieser Stelle die WordPress-Plugins qTranslate und Polylang erwähnen, jedoch können wir sie nicht wirklich empfehlen. Beide Plugins wurden jeweils von einem einzigen Entwickler erstellt, weshalb es nur sehr begrenzten Support gibt. Beide Plugins sind kostenlos und somit für private/kleine Anwendungen vielleicht das Richtige, für eine professionelle Umsetzung sollte man allerdings lieber zu einem anderen WordPress-Plugin greifen. Das Plugin, das wir unseren Kunden empfehlen, ist das Mehrsprachen-Plugin WPML. Es wird von der Firma OnTheGoSystems vertrieben und kostet in der CMS-Variante 79$ im Jahr inklusive regelmäßigem Support.

    Variante 1: XML-Export/-Import (Copy & Paste)

    Ist WPML erstmal installiert, können für jeden Inhalt mehrere Sprachversionen angelegt werden. Soll nun ein Inhaltselement – zum Beispiel ein Blogbeitrag – übersetzt werden, so kann man an dieser Stelle natürlich immer auf Copy+Paste zurückgreifen. Der übersetzte Beitrag wird einfach in die entsprechende Sprachversion kopiert und anschließend veröffentlicht. Für sehr überschaubare Textmengen lässt sich dies durchaus umsetzen, verhältnismäßig fehlerlastig und relativ umständlich bleibt diese manuelle Variante nichtsdestotrotz. Schließlich müssen alle Inhalte für jede Sprachvariante einzeln eingepflegt und ggf. neu formatiert werden.

    Variante 2: Der teilautomatisierte Übersetzungsprozess mit WPML

    WPML bietet hier jedoch noch eine etwas komfortablere Lösung: Die verschiedenen Seiteninhalte können per XML-bzw. XLIFF-Export aus dem CMS gezogen und mit der gleichen Methode nach der Übersetzung auch wieder eingepflegt werden. Dies hat den Vorteil, dass nach dem Import alle Inhalte bereits fertig formatiert in der passenden Sprachvariante abgelegt sind. Allerdings fällt auch in diesem Falle einiges an Arbeit bzw. Medienbrüchen an: So müssen die XLIFF-Dateien über (elektronische) Umwege zum Übersetzer geschickt und nach erfolgreichem „Rücktransport“ wieder einzeln von Hand importiert werden.

    Wer also Zeit sparen und potentielle Fehlerquellen minimieren möchte, sollte bei der Übertragung der Inhalte noch einen Schritt weitergehen.

    Variante 3: Der vollautomatisierte Übersetzungsprozess mit WPML

    Nichts ist angenehmer als das schnelle und unkomplizierte Arbeiten in der gewohnten Umgebung. Mit unserem auf WPML aufbauenden 24|cms-connect Plugin lassen sich die Übersetzungsaufträge direkt in WordPress vornehmen.

    Per Mausklick werden die zu übersetzenden Inhalte direkt an unser System geschickt und nach der Übersetzung auch auf gleichem Wege zurück gespielt. Die laufenden Aufträge können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden und auch kleinste Textbausteine können in diesem automatisierten Prozess übersetzt werden.

    Diese Übersetzungsvariante ist nicht nur zügig und komfortabel, die Fehlerquote wird durch die Automatisierung auch auf ein Minimum gesenkt und die Übersetzungsqualität somit deutlich gesteigert.

    Variante 4: Ein ganz anderer Ansatz – die WordPress-Multisite

    Seit WordPress 3.0 gibt es noch eine andere Möglichkeit, WordPress-Websites von Anfang an in mehreren Sprachen zu erstellen: die WordPress Multisite. Bei dieser Variante teilen sich mehrere Seiten eine WordPress-Installation. Sie werden im selben Backend verwaltet, können aber in Aufbau, Layout und Inhalt vollkommen individuell gestaltet werden.

    WordPress Multisite war ursprünglich nicht dazu gedacht, Seiten in mehreren Sprachen zu erstellen, sondern dazu, verschiedene Seiten einer „Familie“ in einer WordPress-Installation zu managen. Das Übersetzen von Inhalten und das Verwalten übersetzter Inhalte ist daher arbeitsintensiv, und durch das Hin- und Herspringen zwischen den Seiten auch fehleranfälliger als der automatisierte Prozess.

    Fazit

    Für eine professionelle Website, die in mehrere Sprachen übersetzt werden und einfach zu managen sein soll, empfehlen wir das Zusammenspiel aus WPML und unserem 24|cms-connect Plugin für einen automatisierten Übersetzungsworkflow.

    Sehr große Websites mit variierenden Inhalten in den verschiedenen Sprachen sollten unter Umständen mit einer Multisite-Lösung umgesetzt werden. Eine Prozessautomatisierung mittels WPML und 24|cms-connect ist selbstverständlich auch in diesem Fall möglich und ratsam.

     

     

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    SEO-Übersetzungen

    September 23rd, 2016

    Was ist eigentlich SEO?

    Wer mit seinen Produkten und/oder Leistungen im Internet gefunden werden möchte, muss seine Websiteinhalte so aufbereiten, dass sie für Google, Bing und andere Suchmaschinen attraktiv sind – und damit bei einer Suche unter den ersten Ergebnissen landen. Hier kommt die Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization = SEO) ins Spiel. Diese beinhaltet die entsprechende Anpassung der Seiteninhalte (Content) in Bezug auf Inhaltsqualität, Formatierungen, Bilder usw. Eine Schlüsselrolle fällt dabei den vorher zu definierenden Suchbegriffen zu, den sogenannten „Keywords“.

    Beispiel: Ein Unternehmen handelt mit exotischen Produkten aus fairem Handel. Die eindeutigen Produktnamen und die Schlagwörter „fairer Handel“, „fairtrade“, fairtrade Produkte“ usw. müssen prominent  auf der Startseite, in den Überschriften usw. auftauchen. Selbstverständlich gibt es allerdings auch hier ein „zuviel“: das richtige Maß führt am ehesten zum (SEO-) Erfolg.

    Warum ist SEO so wichtig?

    90 Prozent der Suchmaschinennutzer wählen eine Website der ersten Ergebnisseite auf der Suche nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen aus. Daher gilt: Wer mit seiner Website gefunden werden möchte, muss ganz vorn mitspielen. Es gibt aber noch weitere gute Gründe, die eigene Internetpräsenz für Suchmaschinen zu optimieren:

    1. Potentielle Kunden werden durch die Wahl geeigneter Keywords viel gezielter angesprochen – je genauer die Keywords, desto geringer der Streuverlust
    2. Teure Werbeplatzierungen sind keine Dauerlösung, SEO ist eine längerfristig lohnende Investition mit nachhaltig positivem Effekt
    3. Alle Websites, die unter den ersten zehn Suchergebnissen ranken, erhalten neben den begehrten Klicks auch unheimlich viele Impressions (Ansichten) und steigern dadurch ihren bereits erlangten Bekanntheitsgrad noch weiter (auch Matthäus-Effekt genannt: „wer hat, dem wird gegeben“)

    Besonderheiten bei suchmaschinenoptimierten Übersetzungen

    Eine direkte Übersetzung von SEO Keywords in eine andere Sprache wird allerdings sehr wahrscheinlich nicht den gewünschten Effekt erzielen. Vielmehr muss bei einer suchmaschinenoptimierten Übersetzung gewährleistet sein, dass das fertige Dokument genau die Begriffe enthält, die von den Verbrauchern im Zielmarkt gesucht werden. Diese Suchbegriffe lassen sich mit verschiedenen Analyse-Tools ermitteln und regelmäßig kontrollieren. Von Vorteil ist ebenfalls, wenn die SEO-Übersetzer nicht nur Muttersprachler sind, sondern auch im Zielland leben und den (Suchmaschinen-)Markt, Trends usw. kennen.

    Maßnahmen/Leistungen

    Die Leistungen, die suchmaschinenoptimierte Übersetzungen beinhalten, sind vielschichtig und stark abhängig davon, was der Kunde wünscht oder benötigt. Die ersten Schritte sind meistens folgende:

    1. Die wichtigsten Keywords werden zusammen mit dem Kunden erarbeitet: Meistens erstellt dieser eine Liste mit „Wunschbegriffen“, denn er kennt seine Produkte/Dienstleistungen und seinen Zielmarkt am besten.
    2. Der Übersetzungsdienstleister analysiert diese Liste mit Hilfe gängiger SEO-Tools für jede Zielsprache bzw. jeden Zielmarkt auf (Suchmaschinen-)Relevanz und erstellt eine SEO-Anleitung für die Übersetzer. Diese hilft den Übersetzern, die Schlüsselbegriffe an den richtigen Stellen anzubringen und gekonnt zu dosieren.
    3. Bereits bestehende Texte werden auf die ermittelten Keywords optimiert, das heißt Seitenbeschreibung, Headlines usw. werden so (um)formuliert, dass sie die wichtigsten Keywords enthalten. Neue Texte werden von vornherein suchmaschinenoptimiert übersetzt, Ausgangstexte auf Wunsch ebenfalls überarbeitet.

    Neben diesen Basisleistungen kann der Übersetzungsdienstleister weitere SEO- (und SEA-= Search Engine Advertising) Maßnahmen vorschlagen und durchführen, dazu gehören u.a.:

    1. Internationale AdWords-Kampagnen: Anzeigentexte werden suchmaschinenoptimiert übersetzt und für den Zielmarkt lokalisiert
    2. Multilinguale, suchmaschinenoptimierte Produktbeschreibungen für E-Commerce und Online-Kataloge
    3. Optimierung interner Verlinkungen

    Mehr Informationen zu SEO-Übersetzungen von 24translate sind zu finden unter: website-uebersetzen.de/seo-uebersetzungen

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    Mehrsprachigkeit in Typo3

    September 13th, 2016

    Mit einer einzigen Sprache kommt heutzutage kaum eine Website mehr aus und Content Management Systeme (CMS) können den Übersetzungsprozess deutlich erleichtern.

    Eines der populärsten und umfangreichsten CMS ist Typo3. Dieser „CMS-Riese“ bietet mehrere Möglichkeiten an, Mehrsprachigkeit umzusetzen, die wir im Folgenden kurz erläutern wollen: Das manuelle Einpflegen (Copy+Paste), die Teilautomatisierung und die Vollautomatisierung.

    1. Manuelles Einpflegen: Natürlich können auch übersetzte Inhalte manuell eingepflegt werden, indem sie aus Word oder anderen Textdateien kopiert oder anderweitig per Copy+Paste ins CMS eingefügt werden. Diese Variante eignet sich jedoch nur für kleine, statische Websites, die einmalig in eine andere Sprache übertragen werden sollen. Wer Inhalte aus einer Textdatei kopiert, um sie manuell ins CMS einzupflegen, läuft auch bei größter Sorgfalt leicht Gefahr, einzelne Passagen zu überschreiben, zu vergessen u.a. Zudem macht es die Containerstruktur von Typo3 fast unmöglich, die Texte inklusive aller Formatierungen per Copy+Paste so zu übertragen, dass sie dem Ausgangsdokument entsprechen.
    2. Teilautomatisierung: Der Localization Manager ist eine Erweiterung in Typo3, der den Import und Export von Texten bzw. übersetzter Inhalte erleichtert. Mit Hilfe dieses tools kann der Kunde seinem Übersetzungsdienstleiter die zu übersetzenden Texte als xml-Datei zur Verfügung stellen und die fertigen Übersetzungen auf gleichem Wege wieder ins CMS importieren. Die Vorteile hierbei liegen auf der Hand: Da auf manuelles Copy+Paste verzichtet werden kann, wird die Fehlerquote minimiert und das Einpflegen übersetzter Inhalte wird im Vergleich zur manuellen Variante deutlich beschleunigt und vereinfacht. Allerdings bleibt auch mit dieser Variante ein manueller Restaufwand; v.a. bei regelmäßigen Inhaltsänderungen und/oder einer größeren Anzahl vorhandener Sprachversionen (und damit einer gr0ßen Anzahl zu importierender Dateien) entsteht auch hier ein nicht zu unterschätzender manueller Aufwand. In diesem Fall empfiehlt sich die dritte Möglichkeit einer vollautomatischen Lösung.
    3. Vollautomatisierung: Diese hochtechnisierte Variante ist ideal für große Webseiten mit hoher Dynamik. Wer im ersten Schritt viel zu übersetzen hat, unter Zeitdruck steht und/oder regelmäßig neue Inhalte/Änderungen einpflegen muss, sollte seinen Übersetzungsworkflow automatisieren. Um dies zu erreichen wird das CMS des Kunden mit einem Plug-In ausgestattet. Dieses Plugin verbindet die Website (bzw ihren nicht-öffentlichen Teil, das sogenannte backend für die Verwaltung einer Seite) mit dem System (TMS) eines Übersetzungsdienstleisters. Sollen nun (neue) Inhalte übersetzt werden, können diese direkt aus dem CMS per Mausclick zur Übersetzungsagentur verschickt werden. Und auch der Rücklauf erfolgt ganz bequem: alle Übersetzungen werden, bereits formatiert, zurück in das CMS gespielt und müssen nur noch vom Kunden mit einem weiteren Click bestätigt bzw. veröffentlicht werden. Es kommt an keiner Stelle zum Medienbruch, Fehler bei der Übertragung der Texte sind daher praktisch ausgeschlossen. Dennoch behält der Kunde auch bei dieser Variante jederzeit die Übersicht und die Kontrolle über das, was übersetzt werden soll und zu welchen Konditionen.

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    Website-Übersetzungen: So einfach geht‘s

    September 4th, 2016

    Automatisierte Übersetzungsworkflows reduzieren Zeit und Aufwand

    Eine Website in mehrere Sprachen zu übersetzen, lässt – neben der reinen Übersetzung – im ersten Schritt viel Zeit und Aufwand vermuten, vor allem auf Kundenseite. Der Prozess von der Auswahl der zu übersetzenden Inhalte bis zum Einpflegen der fertigen Übersetzungen lässt sich jedoch deutlich vereinfachen und beschleunigen. Je nachdem wie umfangreich und dynamisch die zu übersetzende Website ist, kommt eine teil- oder eine vollautomatisierte Lösung in Frage.

    Vollautomatisierung: API-Integration

    Die vollautomatisierte Lösung eignet sich für große Websites mit Inhalten, die regelmäßig ausgetauscht bzw. aktualisiert werden, und das in mehreren Sprachen. Hierfür wird das Content Management System (CMS) des Kunden, auf dem die Website betrieben wird, mittels eines Plugins mit dem Translation Management System des Übersetzungsdienstleisters verbunden.

    Nun können alle zu übersetzenden Inhalte ganz einfach direkt im CMS per Mausklick ausgewählt und zur Übersetzungsagentur versendet werden. Die fertigen Übersetzungen werden anschließend automatisch in das System „zurückgespielt“  und können auf Kundenseite mit einem weiteren Mausklick veröffentlicht werden. Somit gehören umständliches und fehleranfälliges Copy + Paste, der Dateiversand per Mail und weitere manuelle Zwischenschritte der Vergangenheit an. Auch die Dokumentation wird vereinfacht: so müssen keine Listen mit den verschiedenen Übersetzungsversionen mehr gepflegt werden. Auf diese Weise können große Mengen an Inhalten und sogar ganze Websites schnell und effizient übersetzt werden.

    Teilautomatisierung: Export & Import von XML-Dateien

    Für Websites mit mittlerem Textvolumen und weniger Dynamik bietet sich dagegen eine teilautomatische Lösung an: Hierbei wird der zu übersetzende Inhalt über eine entsprechende Funktion des Content Management Systems als XML-Datei exportiert. Die XML-Dateien wiederum können dem Übersetzungsdienstleister anschließend zur Verfügung gestellt werden. Für jede Zielsprache erhält ein Kunde im Anschluss eine separate XML-Datei mit der entsprechenden Übersetzung zurück, die er wiederum über die Importfunktion seines CMS in die Website einpflegen kann.

    Diese Teilautomatisierung ermöglicht einen technischen Datenausgleich ohne die notwendige Integration mittels Plugin, und erleichtert den Arbeitsaufwand auf Kundenseite ebenfalls erheblich. Copy+Paste-Arbeiten und E-Mail-Versand fallen weg, die Daten werden sicher übertragen; was bleibt ist jedoch der manuelle Aufwand für Export und Import der XML-Dateien.

    Letztendlich ist es eine Kosten-Nutzen-Rechnung, welche Variante zum Einsatz kommen sollte. Eine vollautomatisierte Lösung rechnet sich nur dann, wenn es initial sehr viel Text und/oder im Anschluss regelmäßig Ergänzungen/Änderungen gibt. Für einfache und selbst entwickelte CMS empfiehlt sich dagegen die zweite Lösung.

    mehr infos zu Website-Übersetzungen finden Sie auf unserer Seite website-uebersetzen.24translate.de

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    Mehrsprachige Websites für internationalen Erfolg

    August 29th, 2016

    oder: Warum es nicht reicht, eine rein englischsprachige Internetpräsenz zu haben

    Die englische Sprache dominiert das Internet in allen Bereichen und so liegt der Gedanke nah, dass man mit einer Website in der „Weltsprache“ alle User erreichen kann. Vor allem viele kleinere und mittlere Unternehmen in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien verzichten immer noch auf eine Übersetzung in andere Sprachen und bleiben so häufig – ungewollt – lokale Anbieter.

    Der Common Sense Advisory’s report „Can’t Read, Won’t Buy“ (Februar 2014) beleuchtet genau dieses Phänomen und hat hierfür 3.002 Konsumenten in zehn Ländern befragt, 300 davon in Deutschland. Die Ergebnisse sind höchst aufschlussreich.
    Die Kernaussage der Umfrage ist, dass die Menschen im Netz nichts kaufen, was sie nicht verstehen. „Offline“ ist es sicher ähnlich, allerdings kommt es hier seltener zu einer Kollision aus Angebot und Sprachbarriere.

    Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

    Der Common Sense Advisory‘s report beleuchtet die Beweggründe für oder gegen den regelmäßigen Besuch englischsprachiger Websites, und das jeweils für 10 Nationen. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse der sehr umfangreichen Befragung
    kurz zusammengefasst und beschränken uns dabei auf Deutschland, Frankreich und Spanien.

    19 Prozent der deutschen Befragten fühlen sich im Lesen englischer Texte „sicher“, 29 Prozent bezeichnen ihre Kenntnisse als „gut“. Die restlichen 52 Prozent geben ihre Englischfähigkeiten als „unvollständig“ oder „unzureichend“ an oder können überhaupt kein Englisch. In Frankreich ist die Aufteilung sehr ähnlich, in Spanien ist die Englischkompetenz laut Selbsteinschätzung ein bisschen höher als bei uns: 54 Prozent fühlen sich dort „sicher“ bis „gut“.

    Noch eindeutiger sind die folgenden Zahlen:
    Während sich 48 Prozent der Internetnutzer in Deutschland eigentlich gut genug im Englischen zurechtfinden, besuchen nur 15 Prozent der deutschen Befragten englische Websites tatsächlich regelmäßig. Lediglich 5 Prozent geben an, dass sie den ganzen Tag auf englischen Sites unterwegs sind.

    Fragt man die Teilnehmer der Umfrage nach ihrem Kaufverhalten, wird das Bild, das sich bisher ergeben hat, noch untermalt.
    Nur 4 Prozent der deutschen Befragten kaufen „meistens“ auf englischsprachigen Websites, 25 Prozent geben an, „einiges“ auf diesen Websites zu kaufen, doch die Mehrheit von 71 Prozent kauft „selten bis nie“ auf englischsprachigen Websites. Laut Umfrage sind 72 Prozent der Franzosen „selten bis nie“ Einkäufer auf englischsprachigen Sites, in Spanien sind es „nur“ 50 Prozent.

    Sobald die englischen Inhalte komplizierter werden und es ans „Eingemachte“ geht, springen die User aus dem Ausland ab: Echte Hürden bei der Kaufentscheidung sind daher Versand- und Lieferbedingungen oder Gebrauchsanweisungen in einer Fremdsprache. Für den After-Sales-Bereich sind die Zahlen noch aufschlussreicher – das Gros der User (70-80 Prozent) lässt sich viel leichter zum Kauf auf einer englischsprachigen Website motivieren, wenn der zugehörige Kundenservice auch die entsprechende Muttersprache spricht.

    Fazit

    Die Ergebnisse sind eindeutig: „Cant‘ read, Won’t Buy“ ist der rote Faden, der sich durch die Umfrage zieht. Die Mehrzahl der potentiellen Online-Kunden möchte in ihrer Muttersprache bedient werden.
    Tatsächlich gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen dem Surfverhalten und dem tatsächlichen Kauf auf englischsprachigen Websites. Aus Unternehmenssicht mag der reine Besuch der Firmenwebsite zwecks Corporate Branding zwar in einigen Fällen bereits ausreichend sein; die meisten Unternehmen möchten jedoch ihre Produkte und Dienstleistungen verkaufen und wünschen sich, dass die User auch mit ihnen in Kontakt treten. Hierfür ist es wichtig, die Unternehmensseite in diverse Sprachen zu lokalisieren.

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